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Ligazón á curta „Heiliges Missverständnis“

Prezados/as alumnos/as do departamento de alemán e de toda a escola

en xeral:

Aquí tedes a ligazón á divertidísima curtametraxe que leva por título

Heiliges Missverständnis, escrita, dirixida, filmada, montada, interpretada e subtitulada ao galego polos/as alumnos/as do curso C1.2 de alemán.

Heiliges Missverständnis


 

Viel Spaß dabei!

 

 

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Deutsche Kunst, deutsches Kino

Vorspann von Werk ohne Autor,  vom Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck. Es handelt sich dabei um  den letzten Film des für den hervorragenden Film Das Leben der anderen (2006) mit einem Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film ausgezeichnet deutschen Filmemachers.

Sebastian Koch, Tom Schilling und Paula Beer u.a. deutschen Schauspielern ersten Ranges besetzen die Hauptrollen in diesem kontroversen Film.

 

 

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Kunst und Kino – Kontroverser Film

„Werk ohne Autor“Haben die alle denselben Film gesehen?

Deutsche Feuilletons haben Florian Henckel von Donnersmarcks „Werk ohne Autor“ verrissen. Warum nominieren die Amerikaner das Drama hingegen für gleich zwei Oscars?
"Werk ohne Autor": Tom Schilling spielt Kurt Barnert alias Gerhard Richter, hier mit Ben Becker (rechts) als seinem Vorarbeiter
Tom Schilling spielt Kurt Barnert alias Gerhard Richter, hier mit Ben Becker (rechts) als seinem Vorarbeiter © 2018 BUENA VISTA INTERNATIONAL / Pergamon Film / Wiedemann & Berg Film

Es ist zwölf Jahre her, seit Florian Henckel von Donnersmarck für Das Leben der Anderen den Oscar für den Besten fremdsprachigen Film bekam. Heute hat der deutsche Filmemacher mit Werk ohne AutorChancen auf gleich zwei Goldjungen: als Bester fremdsprachiger Film und für die Beste Kameraarbeit, von Caleb Deschanel. 2004 war der Amerikaner auch verantwortlich für Die Passion Christi und gerade hat er die Neuverfilmung von Der König der Löwen abgedreht. 

Auf Das Leben der Anderen, einen Film über die DDR, waren die Deutschen stolz, aber Werk ohne Autor wurde vom deutschen Feuilleton zum Teil derbe verrissen – nicht zuletzt wegen der honigfarbenen Bilder von Deschanel. „Selbst Szenen größter Gewalt“, schreibt der Kollege Hanno Rauterberg, „werden mit einem Schmelz grausam erhabener Schönheit überzogen.“ 

Obendrein hatte der Film in Deutschland an seinem ersten Wochenende nur 40.000 Besucher angelockt. Das US-Branchenblatt Variety spielte eine Geschichte mit dem Titel: „Deutsches Publikum schaut weg von Never Look Away„, so übrigens der englische Titel, was auf Deutsch so viel heißt wie: Schau nicht weg. 

Seichtes Kunstverständnis

Deutsche Kritiker haben dem dreistündigen Drama die Verwendung fragwürdiger Stilmittel, ein seichtes Verständnis von Kunst, die zweifelhafte Interpretation eines Künstlerlebens, die Objektivierung weiblicher Körper, eine geschmacklose Gaskammerszene und die Relativierung von Nazigräuel vorgeworfen. „Der Film spricht fließend Klischee“, so Dietmar Dath von der FAZ, „die Amerikaner werden das lieben.“

Das tun sie tatsächlich. Auch wenn manche von ihnen gemischte Gefühle haben, halten viele US-Kritiker den Film trotz Mängeln für sehenswert. Christopher Orr vom Atlantic hält Werk ohne Autor für ein „prachtvolles Epos“, das „monumental und intim“ die Komplexität von drei turbulenten Jahrzehnten in Deutschlands Geschichte erforsche. Nach von seinem Debakel The Tourist im Jahr 2010 mit Angelina Jolie und Johnny Depp „kehrt von Donnersmarck triumphierend zurück“, schreibt Peter Travers von Rolling Stone. Nur A. O. Scott von der New York Times hat es geschafft, in ein Kompliment Kritik zu verpacken: „Von Donnersmarck versucht, die Werkzeuge des Kitsches zu benutzen, um die Geheimnisse der Kunst zu erleuchten. Das ist schon fast eine Idee.“

Es lohnt sich die Frage: Was sehen die Amerikaner in einem Film, den Deutsche nicht sehen wollen?

Nun, zum einen ist es eine semiwahre Geschichte über den Leidensweg eines Helden. Werk ohne Autor ist stark an das Leben des deutschen Malers Gerhard Richter angelehnt („based on a true story„). Im Film heißt er Kurt Barnert, gespielt von Tom Schilling, der miterleben muss, wie seine geliebte Tante dem nationalsozialistischen Euthanasieprogramm zum Opfer fällt – als Strafe für ihren „entarteten“ Kunstverstand; wie zwei seiner Onkel an der Ostfront fallen; wie sein eigener Vater sich erhängt. Als junger Künstler im kommunistischen Osten Deutschlands sieht sich Kurt gezwungen, eine Vision von bäuerlicher Authentizität und den damit verbundenen sowjetischen Werten zu malen. Davon angewidert flieht er in den Westen und verwandelt dann, im Einklang mit amerikanischen Konventionen – einschließlich eines Happy Endings –, seine Traumata in millionenschwere Kunst. That’s Hollywood, baby.

Hollywood handelt mit Optimismus, Erlösung und Heilung und kann selbst die schrecklichsten Realitäten in Oscargold verwandeln. Schindlers Liste war, trotz aller schonungslosen Gräueltaten, eine Geschichte über Heldentum, Widerstandsfähigkeit und Überleben. Der mit sieben Oscars ausgezeichnete Film von Steven Spielberg machte den Holocaust zu einem verheerenden Hollywoodepos. Und nicht nur die Amerikaner können das. Was war Das Leben ist schön, wenn nicht eine märchenhafte Tragikomödie über eine italienische Familie, die in ein deutsches Vernichtungslager verschleppt wird? 

Florian Henckel von Donnersmarck hatte nach einem Weg gesucht, die Heilkraft der Kunst im Film zu veranschaulichen. Er will ein Alchimist sein. Und im erbaulichen Hollywoodkino weicht einer grauenvollen Realität oft die Lebensbejahung. Selbst aus den größten Tragödien werden massentaugliche Themen und Konventionen rausgeholt: Kurt Barnert heiratet die Tochter jenes Mannes, der seine Tante in den Tod geschickt hat – ohne es zu wissen. Der wiederum führt bei seiner eigenen Tochter eine Abtreibung durch, weil er von so einem primitiven Kerl wie Barnert keine Enkelkinder will (verbotene Liebe). Die Tante von Kurt, gespielt von der wunderschönen Saskia Rosendahl, wird abtransportiert, zwangssterilisiert und ermordet (edles Opfer). Barnert wird schließlich durch seine Kunst, unbewusst, den Mörder seiner Tante entlarven, bekommt eine Ausstellung gewidmet und wird sogar Vater (Triumph über Unterdrücker, Erfolg, Happy Ending). 

„Alles, was wahr ist, ist schön“

Jedweder Zynismus beiseitegelassen: Um zu verstehen, warum die Amerikaner Werk ohne Autor mögen, muss man zunächst auch verstehen, dass der Film von drei Dingen handelt, von denen die Amerikaner besessen sind: Nationalsozialismus, Kommunismus und Kapitalismus.

In Zeiten von Trump und denkbaren Mauern scheinen die dunklen deutschen Gräuel des 20. Jahrhunderts ein akzeptabler Eskapismus zu sein: Schaut her, damals bei den Deutschen, da war es noch viel schlimmer. Im Gegensatz zum Irak oder Vietnam schien der Great Warein „gerechter“ Krieg gewesen zu sein. Die Amerikaner lieben den Zweiten Weltkrieg. Er macht sie stolz, Amerikaner zu sein. Als sie sich – wenn auch spät – gegen die Nazis auflehnten, war das ein Moment des sauberen Heldentums. Wenn Brad Pitt in Quentin Tarantinos Inglourious Basterds sagt: „Wir werden nur eine Sache tun: Nazis töten“, dann geht in der Regel ein Jubelschrei durchs Publikum. America, fuck, yeah!

In dieser Welt kämpfen gute Männer gegen Schurken. Kurt Barnerts Vater, gespielt von Jörg Schüttauf, der nur unter Druck in die NSDAP eingetreten ist, findet nach dem Krieg keine Stelle als Lehrer und nimmt sich das Leben, während böse Nazis Urlaub in Italien machen dürfen. Sebastian Koch spielt den SS-Gynäkologen, der die Tante in die Gaskammer schickt und später, unter dem Schutz eines sowjetischen Kommandanten, zu einem berühmten Frauenarzt aufsteigt. Wenn dieser Dr. Seeband für ein Porträt Modell steht, dann posiert er neben einem Knochengerüst. Wer es bis dahin immer noch nicht verstanden hat: Der Doktor ist der Tod höchstpersönlich. Ein Bösewicht wie aus dem Bilderbuch, der sich sowohl als SS-Arzt bei den Nazis als auch als „Rad im großen Getriebe der sozialistischen Weltbewegung“ zu Hause fühlt. 

Womit wir in die nächste Phase des Films eintreten und beim Kommunismus angelangt wären. Die Geschichte von Kurt Barnert ist die Geschichte vom Triumph des Individualismus. Dank seines Talents gelingt es ihm, nach dem Krieg als sozialistischer Realist erfolgreich zu sein, indem er große Wandbilder von heldenhaften Arbeitern und Bauern anfertigt. Wie die Nazis vor ihnen verachten die kommunistischen Machthaber der DDR den Subjektivismus. Kurts Lehrer in Dresden zufolge geht es im Westen eher um „ich, ich, ich“ als um die kollektiven Kämpfe und Siege der Menschen. Das BranchenblattVariety schreibt hierzu: „Eine der subtileren Stärken von Werk ohne Autorist die absichtliche Beschwörung einer kriegsmüden, besiegten Bevölkerung, die den Kommunismus nicht als Revolution, sondern als Substitut erlebt hat.“ 

Hitchcock gucken, Lottospielen

Es ist ziemlich offensichtlich, dass sich Kurt in der DDR als Künstler nicht wird selbst verwirklichen können. Er flieht in den Westen, wo man Hitchcock im Kino gucken, Lottospielen und wie Jackson Pollock Farbe auf Leinwände spritzen darf. Die Vereinigten Staaten würden West-Berlin keinesfalls den commies überlassen.

Das Streben nach Glück ist in Amerika verdammt noch mal ein Geburtsrecht. Der amerikanische Traum, der, wie wir wissen, für die meisten ein Traum bleibt, besagt, dass es jeder schaffen kann. Die Geschichte vom fleißigen Kurt Barnert ist, vereinfacht ausgedrückt, eine klassische rags to riches story, vom Nobody, der in einer Klinik den Boden wischt, zum Millionär. Man sieht den letzten Teil nicht mehr explizit im Film, aber Gerhard Richter, angeblich der teuerste lebende Künstler der Welt, erzielt mit seinen Werken zweistellige Millionenbeträge. Das gefällt den Amerikanern. 

Der Stil von Werk ohne Autor stimmt völlig mit dem überein, was die Tante ihrem jungen Neffen erzählt, bevor sie in die Anstalt abtransportiert wird. „Alles, was wahr ist, ist schön.“ Von Donnersmarck macht diese Floskel in seinem Drama zum Mantra. Es soll vor allem eines sein, schön, weil dann, so der Irrglaube, ist es auch wahr. Wir müssen nicht fragen, was die Kunst für uns bedeutet, weil der Film diese Frage für uns beantwortet. 

Eine Szene im Speziellen, die der Tagesspiegel „eine höchst unseriöse Parallelmontage“ nennt, hat in Deutschland eine Debatte ausgelöst. An einer Stelle schneidet der Regisseur zu einer traurigen sakralen Melodie und mittels warmer Bilder von Caleb Deschanel den alliierten Bombenangriff auf Dresden mit Kurts Tante gegeneinander, die nackt und dürr zwischen anderen Frauen in der Gaskammer gezeigt wird. Zusätzlich fallen zwei Onkel von Kurt an der Ostfront. Werden hier die Leiden der deutschen Soldaten mit den Leiden von den Opfern der Nazis gleichgesetzt? Darf man das? Und darf man den Tod in der Gaskammer zeigen? 

Es steht Aussage gegen Aussage

Florian Henckel von Donnersmarck will, wenn auch sehr ungeschickt, mit der Abfolge der Bilder die Schicksale der einzelnen Filmfiguren zu einem vernichtenden Ganzen zusammenfügen: Da, seht her, was der Krieg angerichtet hat. Aber mit der Kamera in die Gaskammer zu gehen, rührt an Tabus. Spielberg hat sich der Grenze des Darstellbaren empfindlich genähert. In Schindlers Liste werden Frauen nackt in den Duschraum getrieben. Sie beginnen zu weinen, wimmern und schreien. Und dann kommt aus den Duschköpfen an der Decke kein Gas, sondern Wasser. Solche Bilder brennen sich ins Gedächtnis ein. 

Aber von Donnersmarck macht einen entscheidenden Fehler: Er unterlegt die Szene mit Händels Dixit Dominus. Er sensibilisiert den Horror. Schwer zu sagen, ob diese Szene nicht ohnehin zum Scheitern verurteilt gewesen wäre, egal welche Musik Max Richter über die Szene gelegt hätte. Amerikanische Kritiker scheinen sich an solchen Dingen nicht zu stoßen. Es lasse letztlich „auf das überwältigende Gefühl schließen, dass Massenvernichtungswaffen auf allen Seiten während des Zweiten Weltkriegs auftraten“, schreibt der Hollywood Reporter. Schon eher irritiert sind einige US-Kollegen vom Umgang mit den weiblichen Figuren. „Wenn alles gesagt und getan ist, hat ihre Gebärmutter mehr Charakterbogen als sie“, schreibt David Ehrlich von IndieWire über die Rolle von Paula Beer, die Kurts spätere Frau darstellt.

Beer darf im letzten Drittel des Films nur in Badeanzug auf den Göttergatten warten, der dann nach Hause kommt und stöhnt. Es ist hart, ein kreatives Genie zu sein. Von Donnersmarck ist auch ein bisschen brustfixiert. Das fängt schon beim kleinen Kurt an, der auf den Ausschnitt seiner Tante guckt und dann beginnt, nackte Frauen zu malen. Und warum soll er auf die Kunstschule? Na, „weil die Mädchen dort viel hübscher sind“, sagt einer. Später gibt ihm ein Student einen Crashkurs: „Lucio Fontana schlitzt Leinwände seit sechs Jahren“, sagt er über eine Mitstudentin, „aber Katrin hat schöne, feste Brüste, also lassen wir sie.“ Kameraschwenk auf die Brüste. Bis dahin musste Paula Beer etwa ein Drittel des Films ihren Busen ins Bild halten. Auf Spiegel Onlineschreibt Hannah Pilarczyk über die Figur: „Immer wieder fährt die Kamera gierig ihren nackten Körper ab und hält wie eine grapschende Hand auf ihrer Brust inne.“ 

Verletzte Egos

Und schließlich gibt es noch die Debatte um die Hauptfigur des Films. Gerhard Richter hat den Film zwar nicht gesehen, behauptet aber imNew Yorker, das Künstlerdrama „missbrauche und verzerre“ seine Biografie. „Es gehört schon Chuzpe dazu, das einem Künstler anzutun, der sich stets mit allen Mitteln gegen solchen Vereinfachungskitsch gewehrt hat“, schreibt die Süddeutsche Zeitung

Richter hatte Florian Henckel von Donnersmarck auf dessen Wunsch hin mehrmals getroffen und mit ihm über sein Leben gesprochen. Der Regisseur gab an, auch aus dem Drehbuch vorgelesen zu haben. Richter habe es für gut befunden und sogar angeboten, eigens Bilder für den Film zu fertigen. Doch Richter behauptet, das sei so nie passiert. Der Artikel von Dana Goodyear im New Yorker hat viel Aufmerksamkeit in den USA bekommen und hütet sich vor einer Ausschlachtung des Dramas. Egos wurden verletzt. Erwartungen wurden enttäuscht. Es steht Aussage gegen Aussage. Von Donnersmarck beschreibt seinen Prozess als den Unterschied zwischen der Herstellung von Citizen Kaneund Citizen Hearst.

Für das amerikanische Publikum von heute, auch für die Academy of Picture Arts and Sciences, scheinen solcherlei Querelen so fern und phantastisch zu sein wie das Land der Munchkins in Der Zauberer von Oz. Sie können und dürfen natürlich einen Film wie Werk ohne Autor schön finden, ohne persönlich von Fragen nach Wahrheit, Schuld und Sühne betroffen zu sein. Im Gegensatz zu ihnen wissen die meisten Deutschen allerdings sehr viel über diese historische Zeit. Es ist ja ihre eigene. Es betrifft sie unmittelbarer. Aus diesem Grund sind sie auch, zu Recht, viel kritischer, wenn es um den Umgang mit dieser Vergangenheit geht. 

Es scheint richtig, dass Filme über ein schwieriges Thema selbst schwierig sein sollten. Das Schicksal von schwierigen Filmen in den USA besteht jedoch oft darin, keine Spuren im Kino zu hinterlassen. 

„Du bist so schön, dass es unromantisch ist. Es ist fast zu einfach, dich zu lieben“, sagt Kurt Barnert an einer Stelle zu seiner Geliebten. Werk ohne Autor ist so schön, dass es schwer sein kann, den Film zu lieben.

https://www.zeit.de/kultur/film/2019-02/florian-henckel-von-donnersmarck-filmregisseur-werk-ohne-autor-oscar-nominierung/komplettansicht

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Deutscher Regisseur in Hollywood

FLORIAN HENCKEL VON DONNERSMARCKDeutschlands Goldjunge in Hollywood

Wird Florian Henkel von Donnersmarck für „Werk ohne Autor“ erneut den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewinnen? In Deutschland erntete das Epos Kritik, auf seiner Promo-Tour durch Los Angeles im Vorfeld der Verleihung wird der Regisseur bejubelt

Florian Henkel von Donnersmarck, Buch & Regie Ankunft , roter Teppich zur Deutschlandpremiere von Werk ohne Autor, sie niemals weg, im Kino Zoo Palast in Berlin
In den USA hat Donnersmarcks Film weit bessere Kritiken bekommen als in Deutschland / picture alliance

AUTORENINFO

Eva C. Schweitzer arbeitet als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen in New York und Berlin. Ihr neuestes Buch ist „Europa im Visier der USA“

SO ERREICHEN SIE EVA C. SCHWEITZER

Schon von weitem ist er zu sehen, mit seinem beethovenartigen Wuschelkopf und seinen zwei Metern Länge: Florian Henckel von Donnersmarck, dessen „Werk ohne Autor“ für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert ist. In diesen Tagen tourt Donnersmarck durch Los Angeles, um seinen Film zu promoten. In „Werk ohne Autor“ geht es um einen Künstler, dem es nach langen Versuchen gelingt, seine Familiengeschichte in Bildern auszudrücken (die Story ist lose angelehnt an das Leben von Gerhard Richter). Nicht er habe das Thema gewählt, sondern das Thema ihn, sagt Donnersmarck bei der Vorstellung der fünf nominierten ausländischen Filme im Samuel Goldwyn Theater am Wilshire Boulevard. Und: Kunst habe durchaus politische Aspekte. „Das erste, wogegen jede Diktatur vorgeht, ist Kunst“, sagt er. „Sobald die Kunst vom Bösem berührt wird, welkt und verschwindet sie.“ Aber Kunst sei immer noch die beste Waffe gegen Extremismus. Beifall, das freut Hollywood, das sich als Speerspitze des Widerstands gegen Donald Trump sieht.

„Never Look Away“, Sieh niemals weg, heißt der Film in Amerika, wo er von Sony Classic vertrieben wird. Der dreistündige Streifen, der drei Jahrzehnte deutscher Geschichte umspannt, hat in den USA weit bessere Kritiken bekommen als in Deutschland. Der New Yorker widmete Donnersmarck ein langes Porträt, Variety und die New York Times besprachen den Film wohlwollend. Und wo der Filmemacher geht und steht, ist er von amerikanischen Fans umringt, die sein Autogramm wollen, seine Hand drücken, oder mit ihm für ein Selfie posieren. Glaubt er, dass seine Filme in ihrer Erzählstruktur eher amerikanisch sind als deutsch? „Ich glaube nicht, dass es eine amerikanische oder deutsche Art von Storytelling gibt, es gibt nur eine internationale Art“, meint er. „Die Filmsprache ist heute unser Esperanto. Es gibt eine Filmgrammatik, in der wir kommunizieren, entwickelt von Sergei Eisenstein in Russland über D.W. Griffith in den USA, aber auch von Emigranten aus Deutschland wie Ernst Lubitsch und Billy Wilder, und heute dann von Amerikanern wie Steven Spielberg.“

Ein anderer Film ist der Favorit

Donnersmarck spricht fließendes, akzentfreies Englisch. Nicht nur das, er trifft auch den lässigen, lockeren Tonfall der Amerikaner und bewegt sich hier wie ein Fisch im Wasser. Kein Wunder, schließlich hat er nicht nur die letzten Jahre in Los Angeles verbracht, im Villenvorort Pacific Palisades, wo einst Thomas Mann wohnte und Lion Feuchtwanger. Er lebte schon als Kind sechs Jahre in New York. Sein Vater war dort Manager bei der Lufthansa gewesen. Nach dem Überraschungs-Oscar für „Das Leben der Anderen“ vor zehn Jahren ist er nach Los Angeles gezogen und hat „The Tourist“ gedreht. Von der Kritik gebeutelt, spielt der Thriller mit Angelina Jolie immerhin knapp 280 Millionen Dollar ein. Richtig gerne redet er über diesen Film allerdings nicht.

Florian Henckel von Donnersmarck gibt einem Fan ein Autogramm
Wo Donnersmarck steht, ist er von
amerikanischen Fans umringt, die
sein Autogramm wollen
/ Eva C. Schweitzer

Einige der Konkurrenzfilme für den Auslands-Oscar, wie „Capernaum“ aus dem Libanon, in dem es um Straßenkinder geht, entwickelten ihre Story während der Dreharbeiten. Aber Donnersmarck glaubt nicht an das Spontane, er bevorzugt eine strukturierte Story, basierend auf einer Idee, und ein Drehbuch. „Das wichtigste ist das Ende“, sagt er, das gebe dem Film erst Sinn. Deshalb fange er beim Schreiben mit dem Ende an. Beim „Leben der Anderen“ habe er viele Jahre am Drehbuch gearbeitet, bei diesem Film aber habe er sich ein künstliches Limit von neun Monaten gesetzt, dann sei das Drehbuch fertig gewesen. Vorausgegangen war ein halbes Jahr Recherche. Über den Streit mit Gerhard Richter – der sich in dem Film teils nicht wiedererkannte, teils aber auch fand, allzu Vertrauliches sei auf die Leinwand gelangt – gleitet Donnersmarck hinweg. Er habe auch andere Künstler interviewt, aber Richter sei mit seiner Zeit eben am großzügigsten gewesen, sagt er. In den USA spielte der Streit ohnehin keine große Rolle. Dass Spielfilme eher großzügig mit historischen Begebenheiten oder Biografien umgehen, ist man von Hollywood-Produktionen gewohnt.

Wer entscheidet, was hohe Kunst ist?

Als nächstes engagierte Donnersmarck den amerikanischen Kameramann Caleb Deschanel, „der musste es sein, denn ich brauchte Gemälde, die sich bewegen“. Deschanel ist für diesen Film für die beste Kamera nominiert, nicht zum ersten Mal übrigens – gewonnen hat er bisher allerdings noch nicht. Donnersmarck holte auch Sebastian Koch als Schurken an Bord, der schon im „Leben der Anderen“ eine Hauptrolle hatte und in den USA durch die Serie „Homeland“ und den Spielberg-Film „Bridge of Spies“ bekannt wurde. „Damit hatte ich alle Elemente, die ich brauchte.“ Tom Schilling, der den Künstler Kurt Barnert spielt, sei von der Castingdirektorin Simone Bär empfohlen worden.

Zwei Tage später tritt Donnersmarck beim Filmempfang in der Villa Aurora auf, die frühere Feuchtwanger-Villa in Pacific Palisades, mit Blick auf den Ozean, die heute eine vom Auswärtigen Amt finanzierte Künstlerresidenz ist. Diesmal ist seine ganze Entourage dabei; darunter Koch und Schilling, aber auch seine Frau Christiane, eine der Produzentinnen des Films. In der Welt der Kunst, sagt Donnersmarck, gebe es nur etwa 500 Leute – Kuratoren, Direktoren, Sammler – die entscheiden, was hohe Kunst sei. „Wer diese 500 Leute nicht auf seine Seite bekommt, der wird am Rand verkümmern.“ Aber wer sie an seine Seite bekomme, der könne Jeff Koons oder Gerhard Richter werden. Deshalb lebten Künstler in dem „heiligen Terror“, diesen Leuten gefallen zu müssen.

Empfindliche Reaktion auf schlechte Kritiken

Das Wundervolle an der Filmwelt hingegen sei: Wenn es nur genug Menschen gäbe, die den Film sehen wollten, könnten Filmemacher tun, was sie wollen. Das erlaube Filmemachern, dem „Gruppendenken“ zu entkommen. Den Gedanken baut er zu einem Schlenker gegen die deutschen Kritiker seines Filmes aus: Das Gruppendenken mache auch der Presse zu schaffen. Sein Film habe erst wundervolle Kritiken bekommen, dann habe sich eine neue Stimmung dagegen ausgebreitet und es habe neue Kritiken gegeben, die sich dieser Stimmung angepasst hätten. Das Herdendenken, das sei das Ende aller Kunst, fügt er später noch hinzu. Und: Die Presse hätte sich damit selbst geschadet, denn wenn der Film erst ins Fernsehen komme, würden die Zuschauer merken, dass sie von den Kritiken um ein großartiges Kinoerlebnis gebracht worden seien. „Und wenn sich die Presse unglaubwürdig macht, das ist nicht gut für die Demokratie“.

Werk-ohne-Autor-Team beim Filmempfang
Donnersmarcks Entourage beim
Filmempfang in der Villa Aurora
/ Eva C. Schweitzer

Danach läuft Donnersmarck über den Rasen, noch immer umringt von Fans und Freunden. Nach seinen Chancen gefragt, sagt er, er halte es nicht für unmöglich, dass sein Film gewinnt, aber den Wettbüros zufolge seien die Chancen nur 50 zu 1. Der Favorit für den Auslands-Oscar ist „Roma“, ein Film aus Mexiko, geschrieben und gedreht von Alfonso Cuarón. Es geht um zwei Frauen in dem gleichnamigen Stadtteil in Mexico City. „Roma“ wurde von Netflix produziert; der in der Filmbranche gefürchtete Streaming-Gigant, der zwischen 25 und 30 Millionen Dollar in die Werbung gesteckt hat, das doppelte von dem, was der Film gekostet hat.

Der Kinofilm, eine sterbende Kunstform?

Die Nominierung – Roma tritt überdies noch als bester Film gegen die amerikanische Konkurrenz an – hat in der Branche einigen Ärger verursacht. Denn der Film läuft zwar in einzelnen Arthaus-Kinos, ist aber eigentlich doch fürs Fernsehen produziert. Donnersmarck, der Cuarón als lieben, angenehmen, talentierten Kollegen lobt, möchte nichts Schlechtes über die Konkurrenz sagen, und das tut man in Hollywood auch nicht, es sei denn, man ist Joan Crawford. Aber dass Netflix viele Millionen Dollar mehr in die Werbung für „Roma“ investiere als Sony Classic in „Werk ohne Autor“, das mache es einem schon schwer, Aufmerksamkeit zu erhalten. Mit dem Streamingdienst Netflix, der letztes Jahr Content für zehn Milliarden Dollar herstellte, seien die Grenzen zwischen Film und Fernsehen verwischt. Die Filmwelt habe sich dadurch verändert, da seien die klassischen Studios nun desorientiert. Vielleicht sei der Kinofilm sogar eine sterbende Kunstform, weil sich alles zum Home Screen, dem heimischen Bildschirm hinbewege.

Nun aber muss Donnersmarck zum nächsten Termin. Derweil ist der zweite deutsche Nominierte, der in Berlin lebende Syrer Talal Derki, schon weitergeeilt, er bekommt einen „Sprit Award“, den Preis für den unabhängigen Film. Derkis Film, in dem es um Jihadisten geht, ist für die beste Dokumentation nominiert – mehrfache Oscarchancen für Deutschland also.

Quelle: https://www.cicero.de/kultur/florian-henckel-von-donnersmarck-hollywood-oscar-verleihung-werk-ohne-autor-gerhard-richter

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Oscars auf Spanisch

„Ya se puede hablar español en los Oscars“
Spanisch war 2019 zweite Oscar-Amtssprache
Diego Luna, Javier Bardem, Alfonso Cuarón: Viele Reden wurden dieses Jahr teilweise auf Spanisch gehalten. Luna sagte: „Sie haben endlich die Türen für uns geöffnet – und wir gehen nicht mehr weg.“

Diego Luna (l.)

Diego Luna (l.)
AFP
Diego Luna (l.)

Montag, 25.02.2019 07:39 Uhr Drucken NutzungsrechteFeedbackKommentieren
Der mexikanische Schauspieler Diego Luna hielt in diesem Jahr eine ganz besondere Rede bei den Oscars – nicht nur inhaltlich, vor allem sprachlich. Denn Teile seines Monologs waren auf Spanisch – der Sprache der Immigranten, der Sprache, die 45 Millionen Menschen in den USA sprechen.

„Ya se puede hablar español en los Oscars“, sagte Luna: „Es ist jetzt möglich, Spanisch bei den Oscars zu sprechen.“ Und weiter: „Sie haben endlich die Türen für uns geöffnet – und wir gehen nicht mehr weg.“ Ein starkes politisches Statement in einer Zeit, in der US-Präsident Trump sein Land gegen Immigration aus dem Süden abschotten will und den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko plant.

Auf dem roten Teppich sagte Luna: „Ich höre überall Spanisch, und das ist wunderbar. Als ich das erste Mal mit Gael García Bernal hier war, wollte uns niemand interviewen. Die Dinge ändern sich.“

Auch der spanische Schauspieler Javier Bardem gab auf Spanisch ein politisches Statement ab, als er den Gewinner des besten fremdsprachigen Films ankündigte: „No hay fronteras, no hay muros que frenen el ingenio y el talento.“ Übersetzt: „Es gibt keine Grenzen, keine Mauern, die Einfallsreichtum und Talent aufhalten können.“


Den Preis gewann „Roma“, einem Drama mit spanischen Dialogen. Dessen Regisseur Alfonso Cuarón bedankte sich artig ebenfalls auf Spanisch: „Muchas gracias a Lido, muchas gracias a México!“, sagte er. Lido ist der Name seines Kindermädchens, dem er mit seinem Film Respekt zollt.

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Die Berlinale 69. Filmfestspiele Berlin 07. -17.02.19

Neulich ist die diesjährige Berlinale zu Ende gegangen

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Unter dem folgenden Link findet Ihr die offizielle Webseite des Filmfestivals:

https://www.berlinale.de/en/das_festival/festivalprofil/profil_der_berlinale/index.html

Und hier die unterhaltsame Eröffnungsgala, mit Anke Engelke und Max Raab u.a.

 

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Gedenke an Bruno Ganz

Zum Tod vom schweizerischen Schauspieler Bruno Ganz widmet deutscher Regisseur Wim Wenders ihm den folgenden Artikel

SchauspielerFür Bruno

Wim Wenders drehte mit Bruno Ganz den Film „Der Himmel über Berlin“, der den Schauspieler als allzu menschlichen Engel berühmt machte. Hier erinnert sich der Filmemacher.
Zum Tod von Bruno Ganz: Bruno Ganz als Engel Damiel in Wim Wenders Film "Der Himmel über Berlin"
Bruno Ganz als Engel Damiel in Wim Wenders Film „Der Himmel über Berlin“ © StudioCanal GmbH/dpa

Es gab keinen zweiten Schauspieler wie Bruno Ganz. Nicht einmal einen, der einem entfernt in den Sinn käme, wenn ich denn nach Vergleichen suchen wollte. Es gab einfach niemanden, der sowohl einen Schutzengel hätte darstellen können als auch Adolf Hitler. Der Mut, der Forschergeist, die Hingabe und Uneitelkeit, die es allein für diese beiden extremen Rollen brauchte! Diese Offenheit für die menschliche Seele: auf der einen Seite bedingungslose Liebesfähigkeit nachzuempfinden und auf der anderen totalen Hass. Und wenn ich mir die Gesamtheit von Brunos Rollen in Theater und Film vorstelle, wird mir schwindelig bei dem Gedanken, wie er sich in all diese Geister, Helden, einfachen Menschen oder Monster hineinversetzen konnte, von Faust und Hamlet über Prometheus bishin zu seiner letzten Rolle in Lars von Triers HorrorfilmThe House That Jack Built.

Als er fünf Jahre nach unserem Film Der Himmel über Berlin für In weiter Ferne, so nah! wieder die Rolle des menschgewordenen Damiel übernahm, da spielte er auch die kurze Lebenserfahrung jenes auf die Erde gefallenen Engels mit, der nun Pizzabäcker war, Frau und Kind hatte, der über alle Backen strahlen konnte und seine neue Sterblichkeit aus ganzem Herzen lebte. Nie habe ich Lebensfreude so vor der Kamera gesehen. Wie er etwa seinen alten Freund Cassiel (Otto Sander), als dieser endlich ebenfalls den Sprung ins Leben gewagt hatte, zum ersten Mal als Mensch sieht, wie liebevoll er ihn in dieses neue Leben einführt! Keine Erfahrung oder noch so ferne Assoziation hätte ihn dazu führen können. Das hat er tatsächlich tief in sich gefunden oder erfunden. 

Der amerikanische Freund

Ich weiß nicht, ob dieser Ausdruck passt, aber Bruno hatte eine schauspielerische Intelligenz, die seine Regisseure oder Kameramänner nur wahrnehmen und achten mussten und besser gar nicht erst zu manipulieren versuchten. Er war, scheint mir, in seinen Rollen autark. Nur einmal stieß er mit seinem Spiel auf einen, der eine ähnliche Selbstständigkeit hatte und sich dabei viele Freiheiten herausnahm, Dennis Hopper. Die erste Begegnung der beiden bei den Dreharbeiten von Der amerikanische Freund war ein Fiasko. Da prallten zwei so grundverschiedene Ansätze gegeneinander, dass es gleich am zweiten Tag zu einer Schlägerei kam. Hier der geschulte method actor, der mit einer gehörigen Portion amerikanischer Unverfrorenheit (recklessness ist das bessere Wort) jeden Take anders spielte, immer auf Messers Schneide, wobei es ihm egal war, ob er den „Gegenspieler“ damit provozierte. Und da der akribisch vorbereitete Präzisionskünstler, der aufs Äußerste disziplinierte und sensible Theaterschauspieler, der den bizarren Sprüngen seines Gegenübers allein schon sprachlich nicht gewachsen war – und dessen Verhalten unkollegial, ja verwerflich fand.

In dieser knallharten Konfrontation zweier Welten waren Brunos urplötzliche Ohrfeige und Dennis’ blitzartig folgender Kinnhaken praktisch eine logische Schlussfolgerung. (Auch wenn ich das so rabiat nicht hatte kommen sehen …) Dieses Ereignis wäre kaum mehr als eine Anekdote, wenn die beiden nach dem wilden (und durchaus blutigen) Kampf nicht zusammen verschwunden wären, nur um nach einer durchzechten Nacht auf der Reeperbahn am nächsten Morgen als beste Freunde wieder zu erscheinen. Und selbst das wäre nur eine amüsante Story, wenn nicht Dennis von dieser Erfahrung mit Bruno Ganz zeit seines Lebens als „lebensrettend“ gesprochen hätte und wenn nicht auch Bruno diese Situation in einem radikalen Lernprozess verarbeitet hätte. Er begriff sofort: Mit diesem Kontrastprogramm zu seinem eigenen Herangehen war dieser Amerikaner gleichzeitig unverschämt gut und brachte eine unerhörte Präsenz vor die Kamera, die auch Bruno erkunden wollte. Schon bald ließ er mit großer Lässigkeit die Proben sein, um sich dem nächsten Drehtag unvorbereitet zu stellen, während Dennis im Gegenzug die Drogen fahren ließ und abends an meine Tür klopfte, um sich auf den nächsten Tag vorzubereiten. Aus diesem gegenseitigen Respekt und dem damit verbundenen Voneinanderlernen entstand der Titel des Films, der sonst ganz anders geheißen hätte.

Bruno Ganz war ein Schauspieler und ein Mensch von großer Freiheit und Furchtlosigkeit. In jeder Rolle hat er uns an beidem teilhaben lassen, ob als Engel oder als Inkarnation des Bösen. Aber das zu tun, ohne seine Figuren zu kommentieren oder irgendwie zu bewerten, indem er sie nur geradezu bescheiden vor uns hinstellte und jedes Mal hinter die Rolle zurücktrat, war einzigartig. Du hast ein paar von uns zu besseren Regisseuren gemacht, Bruno, aber uns alle zu besseren Zuschauern, Träumern, Mitmenschen.

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